Kürbisgnocchi mit Parmesan-Thymian-Sauce

Ihr Lieben!

Schon sehr lange habe ich dieses Rezept vor mir hergetragen, traute ihm nicht über den Weg. War mir nicht sicher, ob es mir gelingen und schmecken würde. Völlig zu unrecht, denn Kürbisgnocchi sind mega lecker! Sie machen nicht nur optisch was her, sondern schmecken einfach toll. Und es hat mich wirklich mit Stolz erfüllt als die ersten Gnocchi im Wasser nach oben sprudelten.

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Denn der Weg dahin war wirklich nicht einfach. Ich weiß auch nicht, woran es lag, vielleicht bin ich am Sonntag mit zwei linken Händen aufgestanden oder es war einfach nicht mein Tag. Jedenfalls hatte ich kaum Hoffnung, dass die Kürbisgnocchi wurden, was sie verspachen.

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Das fing schon beim Abkochen des Kürbis und der Kartoffeln an. Ich habe beides in einem Topf abgekocht, wie es im Rezept stand, der Kürbis war weich, aber manche Kartoffeln noch nicht. Das hab ich nur leider erst gemerkt als alles schon in der Flotten Lotte war. Offensichtlich war die Kartoffel, die ich angestochen hatte, die einzig gare. Mit der Flotten Lotte hat es dann auch eher weniger gut geklappt, sodass ich das Gemüse mit der Gabel halbwegs weich gedrückt habe. Die Masse war jedoch noch viel zu stückig, also musste auch noch der Pürierstab anrücken. Das hat auch ganz gut geklappt – dachte ich – und machte den Gnocchiteig daraus. Beim Kneten kamen dann ganz viele rohe Kartoffelstücke zum Vorschein. Ihr könnt euch meine Begeisterung vorstellen! Ich war die meiste Zeit damit beschäftigt mit immer mehr Küchengeräten anzurücken, das Chaos aufzuräumen bzw. abzuwaschen und verlor immer mehr die Begeisterung und Vorfreude.

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Egal, dachte ich irgendwann, ich probier das jetzt mit dem Teig, so wie er ist. Gesagt, getan, habe ich dann kleine Kügelchen gerollt und die gröbsten Kartoffelstücke aussortiert. Dann habe ich mit der Gabel Gnocchi geformt, heißes Wasser aufgesetzt und eine Parmesan-Thymian-Sauce angerührt (die kann ich euch dazu echt nur sehr empfehlen!). Mit großer Skepsis gab ich die ersten Gnocchi in den Topf und betete insgeheim, dass sie nicht auseinanderfallen. Und jaaa, sie blieben in Form und sprudelten nach kurzer Zeit nach oben. Sie waren trotz aller Pannen „perfekt“ geworden und schmeckten richtig toll. Hatte sich die ganze Mühe am Ende doch ausgezahlt und ich kann euch das Rezept nur ans Herz legen. Vielleicht habt ihr mehr Glück als ich beim ersten Versuch 🙂 Aber es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen 🙂

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Für 4 Portionen Kürbisgnocchi

  • 500 g Hokkaido-Kürbis
  • 300 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 300 g Mehl
  • 4 EL Speisestärke
  • 2 Eigelb
  • Muskat (nach Belieben)
  • Salz
  • Pfeffer

Einen Topf mit Salzwasser aufsetzen. Die Kartoffeln schälen und den Hokkaido-Kürbis in etwas genauso große Stücke wie die Kartoffeln schneiden. Alles zusammen im heißen Wasser gar kochen. Achtung: Der Hokkaido wird früher weich. Öfter kontrollieren. Wenn das Gemüse weich ist durch eine Kartoffelpresse pressen oder durch die Flotte Lotte drehen. Mehl, Speisestärke, Eigelb und Gewürze hinzugeben und zu einem glatten Teig kneten. Etwas ruhen lassen. Dann kleine Kügelchen formen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einer Gabel eindrücken. Heißes Wasser aufsetzen und Gnocchi hineingeben, wenn das Wasser sprudelt. Die Gnocchi sind gut, wenn sie aufsteigen und an der Oberfläche schwimmen.

Parmesan-Thymian-Sauce

  • 100 g Sahne
  • ca. 30 g Parmesan
  • 3–4 Zweige Thymian
  • Muskat (nach Belieben)
  • Salz
  • Pfeffer

Die Sahne in einem kleinen Topf kurz aufkochen lassen. Den Thymian und den Parmesan dazugeben, bei niedriger Hitze köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Heiß über die Gnocchi gießen.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Oh wie lecker! Wollte ich auch schon die ganze Zeit mal ausprobieren.

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    1. Danke dir! Kann ich trotz aller Pannen echt empfehlen 🙂

      Gefällt 1 Person

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