Reibekuchen

Ihr Lieben!

Gestern habe ich mich an ein absolut klassisches und simples Rezept gewagt, vor dem ich aber immer großen Respekt hatte. Denn es ist ein Familienklassiker, den meine Oma und auch meine Mum ganz oft gekocht haben. Die Reibekuchen oder wie sie im schönen Siegerland heißen „Räiwekechelche“. Oft saßen wir früher gemeinsam um den Teller duftender Reibekuchen und jeder stibitzte sich schnell einen, um diesen genüsslich in Apfelmus oder Zucker zu stippen und zu genießen. Die Augen wurden immer schon vorher groß vor Vorfreude, wenn es hieß, es gibt wieder Reibekuchen.

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Mit Familienrezepten ist das ja so eine Sache. Das Rezept ist kein Problem, aber den Geschmack und die Konsistenz genauso hinzubekommen, wie man es in Erinnerung hat, das ist die wahre Herausforderung. Und da ich die Reibekuchen, wie meine Oma und Mum sie machen, so sehr liebe, habe ich mich ewig einfach nicht dran gewagt. Weil ich mir diese Erinnerung nicht kaputt machen wollte.

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Doch dieses Wochenende hatte ich so Lust auf Reibekuchen, dass ich es einfach ausprobiert habe. Das Rezept dazu habe ich aus dem Heimatkochbuch „Wilnsdorfer Kochbuch“ und die Teigzubereitung hat auch ohne Probleme geklappt. Ich habe die Kartoffeln glaube ich eine Stufe zu grob gerieben, aber es war trotzdem gut.

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Ausgebacken habe ich sie in Rapsöl, da werden sie schön saftig und kross. Als Kind habe ich sie immer mit Zucker gegessen, weil ich Apfelmus nicht so gerne mochte. Heute hätte ich es gerne mal probiert, aber ich hatte nicht genug Äpfel im Haus, um noch schnell welches einzukochen. Na ja, ich war auch so sehr zufrieden mit meinen Reibekuchen. Denn sie können mit denen meiner Oma und Mum mithalten – sie kommen geschmacklich sogar richtig nah dran. Das macht mich ganz schön stolz 🙂 Und auch meinem Liebsten haben sie richtig gut geschmeckt.

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Ich teile mit euch heute ein für mich ganz persönliches Rezept. Ich wünsche euch viel Freude damit, vielleicht schmecken euch die Räiwkechelche ja genauso gut wie unserer Family. Und übrigens: wenn ihr sie mit den Fingern esst, schmecken sie am allerbesten 🙂

Rezept

  • 1 kg Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
  • 2 Eier
  • 30 g Mehl
  • eine Prise Salz
  • Muskat

Die Kartoffeln schälen und in eine Schüssel reiben. Die Kartoffelmasse vor der Teigherstellung durch ein Küchentuch pressen, da sie sonst zu viel Wasser zieht. Die durchgepresste Kartoffelmasse wieder in die Schüssel geben und mit den Eiern sowie dem Mehl zu einem Teig rühren. Gut mit Salz und Muskat abschmecken. Etwas Rapsöl in einer Pfanne erhitzen (der Boden sollte dünn bedeckt sein), mit einem El drei Klackse Teig hineingeben, in Form drücken und goldbraun backen.

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